Pressefreiheit weiter in Gefahr

apb

Berlin (mk) Eine Woche vor dem internationalen Tag der Pressefreiheit, hat Reporter ohne Grenzen, in der Rankliste der Pressefreiheit 2017 die Länder veröffentlicht, die ihre Geringschätzung gegenüber Journalisten offen zur Schau tragen.

Zu diesen Ländern gehören im übrigen auch die USA, Polen,Ungarn und man staune, Großbritannien. Die Rangliste der Pressefreiheit 2017 vergleicht die Situation für Journalisten und Medien in 180 Staaten und Territorien. Das sich gegenüber 2016 die Türkei um vier Plätze von Platz 151 auf Platz 155 verschlechtert hat, dürfte keinen mehr wundern. Seit dem Putschversuch im Juli 2016 hat die Repression gegen unabhängige Journalisten und Medien ein nie gekanntes Ausmaß erreicht. Rund 150 Journalisten sitzen im türkischen Gefängnissen, etwa 150 Medien wurden geschlossen und Hunderte Presseausweise annulliert.

Aus diesem Grund werden am Tag der Pressefreiheit, Aktivisten und Mitglieder von Reporter ohne Grenzen sowie Aktivisten und Mitglieder von Amnesty International vor der Botschaft der Türkei in der Berliner Tiergartenstraße 19-21 die sofortige Freilassung aller Journalistinnen und Journalisten aus der Untersuchungshaft in der Türkei fordern.

Die Aktivisten werden mit Fotos von verfolgten und inhaftierten türkischen Journalistinnen und Journalisten auf die anhaltenden Verletzungen der Meinungs- und Pressefreiheit in der Türkei aufmerksam machen. Wie es heißt, soll es im Anschluss kurze Redebeiträge geben.

An dieser Stelle bekundet Agit-Press seine Solidarität, und erinnert hier, das der „Welt“ Journalist Deniz Yücel  am 3.Mai seit 79 Tagen in der Türkei in Haft ist.

Hier geht es zur Rangliste der Pressefreiheit 2017 von Reporter ohne Grenzen (ROG)

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