Auch am Samstagabend gab es Krawalle

Foto: Michael Kühl

Hamburg (mk) Auch in der Nacht von Samstag auf Sonntag ging es im Schanzenviertel wieder etwas heftiger zu. Zuvor wurden im Bereich „Neuer Pferdemarkt“, Einsatzkräfte von sogenannten „Störer“ massiv mit Flaschen- und Steinwürfen angriffen. Auch Herumstehende „ Gewalt-Touristen“ beleidigtigten die Beamten. Es wurden an der Sternbrücke auch wieder Barrikaden angezündet, die von Wasserwerfern gelöscht worden. Zuvor war in dem ganzen Bereich der Sternschanze und Neuer Pferdemarkt eher Party-Stimmung zu verzeichnen. Gegen 22:00 konnte beobachtet werden, dass in der Eifflerstraße / Lippmannstraße ca. 20 Personen Steine auf nahmen Auch sollen auf einem Balkon im Bereich des Schulterblatts, Steine deponiert wurden. Im Verlauf kam es dann im Bereich des Schulterblatt’s zum Bau von Barrikaden und Sachbeschädigungen. Wie es von Seiten der Polizei heißt, sollen Anwohner berichtet haben, dass dort auch Molotowcocktails vorbereitet worden sind.

Um Mitternacht herum brannten, dann auch wieder Fahrzeuge. Zivile Polizeibeamte beobachteten, wie ein
Mann unter der Sternenbrücke Unrat entzündete, sich danach entfernte und im weiteren Verlauf die Kleidung wechselte. Die Beamten wollten ihn anhalten und vorläufig festnehmen. Sie gaben sich als
Polizeibeamte zu erkennen und forderten ihn zum Stehenbleiben auf, woraufhin der Mann allerdings die Flucht ergriff. Während seiner Flucht drehte er sich mehrfach zu den Polizeibeamten um, verlangsamte
schließlich sein Tempo und griff in einen Beutel, offensichtlich um daraus einen Gegenstand zu entnehmen. Einer der verfolgenden Polizeibeamten gab daraufhin einen Warnschuss in die Luft ab. Der Mann setzte seine Flucht daraufhin fort und konnte in einer größeren Personengruppe unerkannt entkommen. Bereits am Freitag kam es im Bereich des Schanzenviertels zu massiven Krawallen.

Wir möchten hier darauf Hinweisen, dass während des G20-Gipfels 50 Demonstrationen angemeldet waren und aus denen, tausende G20.Gegner friedlich gegen die herrschende Weltpolitik demonstriert haben.

Der G20-Gipfel in Zahlen aus polizeilicher Sicht: Seit dem 22.06.2017 sind insgesamt 186 Personen vorläufig fest-
und 225 Personen in Gewahrsam genommen worden. Bei den Festgenommenen handelt es sich um überwiegend männliche Beschuldigte unterhalb von 30 Jahren. Neben zahlreichen Deutschen befinden sich auch Staatsbürger aus Frankreich, Italien, Spanien, Russland, den Niederlanden, der Schweiz und Österreich in Haft.

Die Zahl der verletzten Polizeibeamtinnen und -beamten erhöhte sich auf 476. Zahlen von Verletzten G20-Gegnern bzw. Demonstranten liege uns nicht vor.

 

 

 

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