Drastische Szenarien bei Anti Terror Übung

K!iel (mk/Pol-SH)Mit dem Zugriff von Spezialeinheiten der Polizei und der Befreiung der fiktiven Geiseln ist am späten Nachmittag in Kiel die bislang größte Anti-Terror-Übung von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten in Schleswig-Holstein erfolgreich beendet worden.

Rund 1500 Einsatzkräfte haben ihr Einsatzkonzept bei multiplen terroristischen Anschlagslagen anhand von mehreren realitätsnahen Übungsszenarien trainiert, Dabei standen nicht nur Taktik und Koordination der Kräfte im Fokus, sondern auch das Zusammenspiel verschiedener Aufgabenbereiche.

Die vorab definierten Ziele, nämlich die Überprüfung der
Einsatzkonzepte sowie das Erkennen von Schwachstellen, seien erreicht worden, sagte Landespolizeidirektor Ralf Höhs in einer ersten Zwischenbilanz. „Die geübten Szenarien waren drastisch, aber sie waren realitätsnah. Das haben die vergangenen Monate in Europa gezeigt. Die Bewältigung dieser Lagen geht an die Grenze dessen, was wir Polizistinnen und Polizisten abverlangen können.“ Die Ergebnisse der Übung werden in den kommenden Tagen intensiv ausgewertet.

Das fiktive Anschlagsszenario erstreckte sich vom Überfall auf
ein Restaurant in Holtenau durch islamistische Terroristen über eine Bus-Entführung mit Geiselnahme und Sprengung unter der Holtenauer Hochbrücke bis zum Anschlag auf einen „Verlag“ in Kiel-Mettenhof. Eine parallele Geiselnahme der gleichen Tätergruppierung musste ebenfalls beendet werden. Zudem wurde eine Kontrollstelle an der Autobahn 21 eingerichtet.

Auch die Rettungskräfte arbeiteten unter extrem anspruchsvollen Bedingungen, da die „Opfer“ nur schwer aus den fiktiven Gefahrenbereichen in Sicherheit gebracht werden konnten.

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