Ende einer Ära und der Beginn einer Neuen

Gabriel: "Das Herz der Sozialdemokratie schlägt für die Arbeitnehmer"

Foto: (apb) Michael Kühl

Berlin (mk) Sigmar Gabriel hat am Sonntag auf dem Sonderparteitag in Berlin den SPD Vorsitz nach fast acht Jahren an den Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten Martin Schulz übergeben.

Zu Beginn seiner Abschiedsrede witzelte Sigmar Gabriel mit den Worten „Einmal müsst ihr noch durch“. Zugleich betonte der scheidende SPD.Vorsitzende, dass der Aufbruch der SPD einen Namen hat und der heißt „Martin Schulz“.

Das Amt des SPD-Vorsitzenden abzugeben,sei „sicher eine der schwersten Entscheidungen meines Lebens, aber auch eine der richtigsten“ gewesen, so Gabriel in seiner Rede.Den Jubel und langen Applaus seiner Partei nahm er sichtlich gerührt entgegen. Als Abschiedsgeschenk bekam er ein gezeichnetes Porträt des sozialdemokratischen Gründungsvaters August Bebel (1840-1913) überreicht. Das Bild solle ihn immer daran erinnern, „dass du einer der ganz Großen in der Tradition der Vorsitzenden der SPD warst“, sagte sein Nachfolger Martin Schulz.

Pressefoto: Martin Schulz

In seiner emotionalen Antrittsrede machte Martin Schulz deutlich, dass die SPD zurück auf den Weg der sozialen Stärke sei. Klar wies Schulz die Kritik von Union und Wirtschaft an den von ihm angekündigten Korrekturen an der Agenda 2010 zurück und erklärte, das es den Sozialdemokraten nicht um „Vergangenheitsbewältigung“, sondern darum, eine Antwort auf den Fachkräftemangel zu finden. 

Schulz sagte, er bewerbe sich für den Vorsitz einer Partei, die nie ihren Namen ändern musste, die Demokratie erstritten habe, sich den Nationalsozialisten entgegengestellt habe und dafür einen „hohen Blutzoll“ leisten musste. Er machte den Delegierten deutlich, dass er der nächste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland werden will.

100%ige Zustimmung

Die stolze Partei von 1875 hat dann, Martin Schulz mit 605 von 608 Delegierten zum Vorsitzenden der Sozialdemokratischen Partei Deutschland gewählt.

Einstimmig wurde er dann im Anschluß zum Kanzlerkandidaten gekürt. Mit dem Lied der Arbeiterbewegung „Wann wir schreiten Seit’an Seit’“ ging dann am Sonntagnachmittag der Sonderparteitag der SPD zu Ende

 

 

 

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