Frühzeitiges Aus für das AKW Gundremmingen?

Berlin (mk) Ein Gutachten das von der Bundestagsfraktion der Grünen in Auftrag gegeben wurde, kommt zu dem Ergebnis, dass das AKW Gundremmingen sofort stillgelegt werden muss. Zum einen funktioniert laut dem Gutachten das Not- und Nachwärmeabfuhrsystem für eine reibunglose Störfallbeherrschung nicht und zum anderen wäre die Gefahr einer Kernschmelze bei starken Erschütterungen wie bei Explosionen, Flugzeugabstürzen oder Terrorangriffen groß.

Laut Energiereferentin im Umweltinstitut München Franziska Buch bestätigt das Gutachten, das die sofortige Stilllegung des AKW Gundremmingen „dringend notwendig ist“. Bereits im Jahr 2013 hatte ein anderes Sicherheitsgutachten die Mängel der Notkühlsysteme in Gundremmingen aufgedeckt.

„Die Bundesatomaufsicht darf diesen Verstoß gegen die deutschen AKW-Sicherheitsanforderungen nicht ignorieren“, erklärt Christina Hacker, Vorstand im Umweltinstitut München. „Zum Schutz der Bevölkerung muss die Aufsichtsbehörde jetzt handeln und Gundremmingen die Genehmigung entziehen.“

Das Umweltinstitut München hatte bereits im Januar zusammen mit der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt eine Unterschriftensammlung gestartet. Die beiden Organisationen fordern, dass aufgrund der bekannten Sicherheitsdefizite die beiden in Betrieb befindlichen Blöcke B und C des AKW Gundremmingen noch dieses Jahr abgeschaltet werden. Laut Atomausstiegsplan verbliebe für Block C eine Restlaufzeit bis Ende 2021.

 

 

 

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