Grenzenlose Solidarität statt G20

Foto:Michael Kühl

Hamburg (mk) Seit Donnerstagabend erleben die Hamburger den Ausnahmezustand auf Grund des G20-Gipfel -Treffen. Nachdem die Polizei die Demonstration „Welcome to Hell“ aufgestoppt und letzendlich mit Wasserwerfereinsätzen auseinandergebracht hat, eskaliert die Situation in der Hafenstadt.

Foto: Michael Kühl

zwischenton: Polizisten greifen am Freitagabend in der Schanze auch gezielt Journalisten an: „Ab jetzt gibt’s keine Pressefreiheit mehr, hau ab oder ins Krankenhaus!“

Mit Barrikaden, Blockaden brennende Autos, Aktionen und Demonstrationen,wurde am Freitag der Protest in der Hansestadt am ersten Gipfeltag fortgeführt. Am Freitagvormittag forderte die Hamburger Polizei weitere Einsatzkräfte aus den Bundesländern an. Schleswig-Holstein sendete aus diesem Grund ohne lange zu Zögern rund 200 Kräfte in den Stadtstaat. Am Abend dann machte es den Eindruck, dass die Polizei, zeitweise den bürgerkriegsähnlichen Protest gegen G20 nicht mehr unter Kontrolle hatte. Bis in den frühen Morgenstunden des heutigen Sonnabend war die Polizei in Auseinandersetzungen verwickelt. Teilweise musste wurden Einsatzkräfte mit Sturmgewehre eingesetzt, weil der Verdacht bestand das Angriffe mit Molotowcocktail, geplant wurden. 

Im Schulterblatt wurden durch rund 1500 randalierende Demonstranten,die Scheiben eines Supermarkts, eines Drogeriemarkts, eines Geldinstituts, eines Backshop´s sowie diverser Modegeschäfte eingeschlagen. Im Anschluss der Sachbeschädigungen fanden diverse Plünderungen statt. Außerdem wurden teilweise Molotowcocktails und Gasflaschen laut Polizei, in die geplünderten Läden geworfen.

 

Foto: Michael Kühl

Der heutige zweite Tag des Gipfeltreffens wird zeitgleich der Tag der größten Demonstration in Hamburg. „Grenzenlose Solidarität statt G20” spricht dabei nicht nur aktivistische Gruppen, sondern auch Parteien und Verbände an. Nach aktuellen Schätzungen geht die Polizei von 100.000 Teilnehmern aus. Vom Deichtorplatz (Nähe Hauptbahnhof) bis zum Heiligengeistfeld verläuft die Route der Großdemonstration. Der Auftakt beginnt um 11 Uhr, spätestens um 13 Uhr soll der Zug tatsächlich starten. Agit-Press wird auch am heutige Sonnabend live aus Hamburg berichten. Hier geht es zum Live Blog

 

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