LKW rast in einem Weihnachtsmarkt

Anschlag ist bestätigt

Foto:Michael Kühl

Berlin (schsch) Am Montagabend ist kurz nach 20:00 ein Sattelzug der in Polen gestohlen wurde, in einem Weihnachtsmarkt auf dem Breischeidplatz an der Gedächniskirche in Berlin.

Innenminister Thomas de Maizière sagte am Dienstagmittag, es handele sich um einen Anschlag. Der Lastwagen sei absichtlich in Richtung der Menschen gelenkt worden. Der mutmaßliche Täter stammt offenbar aus Pakistan und reiste vor rund einem Jahr nach Deutschland ein.

Bei dem Anschlag werden 12 Menschen getötet und 48 Menschen zum Teil schwer Verletzt. Noch am Abend wurde in Höhe der Siegessäule ein Tatverdächtigter der aus Pakistan stammmen soll festgenommen. Auf der Pressekonferenz am Dienstagmittag zweifelte der Berliner Polizeipräsident ob es sich tatsächlich um Täter handelt. Auf dem Beifahrersitz wurde ein vermutlicher erschossenen Mann entdeckt.

Bei dem Rettungseinsatz wurden laut Feuerwehr 153 Einsatzkräfte eingesetzt. Hinzu kam 80 Kräfte der DRK-Bereitschaft. Die Polizei war mit über 550 Beamten vor Ort. Aus Sicht des Berliner Polizeipräsidenten hat sich die Gefährdungslage deutlich erhöht. Das Sicherheitskonzept zur Silvesternacht am Brandenburger Tor soll nach Angaben des Polizeipräsidenten Klaus Kandt überarbeitet und notfalls noch erhöht werden.

Auf einer Pressekonferenz teilte derGeneralbundesanwalt mit,dass derzeit kein Bekennervideo vorliege, weshalb noch keine abschließende Erkenntnis möglich sei.“Wir sind hoch alarmiert und ermitteln in alle Richtungen“, sagt BKA-Chef Münch auf die Frage, ob er davon ausgeht, dass noch ein bewaffneter Verdächtiger unterwegs sei.

 

Der Bundespräsident zum Anschlag: „Der Hass der Täter wird uns nicht zu Hass verführen.“

 

DGB trauert um Opfer in Berlin

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften sind tief bestürzt und traurig über den mutmaßlichen Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche. Wir fühlen mit den Opfern und ihren Angehörigen. Unser Dank für den tatkräftigen Einsatz gilt allen SanitäterInnen, PolizistInnen, SeelsorgerInnen und VertreterInnen der Ermittlungsbehörden.

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