Mindestlohn konsequent durchsetzen

Kiel (mk)- Knapp die Hälfte der Minijobber in Deutschland soll 2015 laut „Süddeutscher Zeitung“ nicht den vorgeschriebenen Mindestlohn erhalten haben. Das geht aus einer neuen Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung hervor hervor. Möglicherweise sind Millionen Menschen betroffen.

Zur aktuellen Diskussion über die Nichtanwendung des Mindestlohnes erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer:

„Wer Minijobbern den Mindestlohn vorenthält, der leistet Armut Vorschub – insbesondere Altersarmut. Gleichzeitig reichen noch nicht einmal die bereits geltenden 8,84 Euro Mindestlohn aus, um eine armutsfeste Altersversorgung zu gewährleisten. Deshalb dürfen Verstöße gegen die gesetzlichen Vorgaben durch Nichtanwendung des Mindestlohnes nicht aus dem Blick geraten. Den gesetzlichen Mindestlohn konsequent durchzusetzen, ist unverzichtbar. Nötig sind effiziente Kontrollen und mehr Information für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Sie sollten ihre Rechte kennen und mit Nachdruck einfordern.“

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