Terror-Attacke in London: Was wir wissen

Foto: Michael Kühl

Kurz nach 22 Uhr Ortszeit rast am Samstagabend ein weißer Kleintransporter mit drei Männer besetzt im Zentrum der britischen Hauptstadt auf den Fußweg und erfasst sechs Menschen. Kurz darauf attackierten die Angreifer im Borought Market (eine beliebte Markthalle) in Bars und Restaurants die Menschen mit Messer.

Laut Zeugenaussagen sollen die Angreifer gerufen haben, „Dies ist für Allah“! Die drei Männer sollen Sprengstoffgürtel getragen haben, die sich später als Attrappen heraus gestellt haben.

Nach dem die Polizei am Tatort angekommen war, erschossen die Polizeikräfte die Angreifer. Laut dem Chef der Anti-Terror-Polizei, Mark Rowley sollen acht Beamte ihre Magazine leergeschossen haben. Sie wollten demnach sicherstellen, dass die Angreifer wirklich „neutralisiert“ sind.

Am Samstagabend wurde dann noch ein dritter Vorfall in London/Vauxhall gemeldet. Später stellte sich heraus, dass die gemeldete Messerstecherei nicht im Zusammenhang mit der Terror-Attacke auf der London Bridge und in der Markthalle stand.

Ingesamt gab es sieben Tote sowie 48 Verletzte bei dem Attentat. Am Sonntagabend waren nach unseren Informationen noch 36 Verletzte in den Krankenhäusern von denen 21 noch im kritischen Zustand sein sollen. Unter den vielen ausländischen Verletzten sollen auch zwei Deutsche verletzt worden sein, dass bestätigte der Bundesinnenminister Thomas de Maizière am Sonntagabend.

Unklar bleibt auch 24 Stunden nach dem Terror-Angriff, wer die drei Männer waren und ob sie der Terror-Zelle IS angehören. Obwohl die Polizei sich sicher ist, das es sich nur um die drei Täter gehandelt haben soll, bleibt am Sonntagabend noch eine Gewisse Unsicherheit, zumal es am Nachmittag 12 Festnahmen im Londoner Stadtteil Barkin und East Ham gab.

Premierministerin Theresa May spricht von einem islamistischen Anschlag und verkündet einen Vier-Punkte-Plan gegen Terror. Einen direkten Zusammenhang zum Anschlag in Manchester vor knapp zwei Wochen gebe es nach derzeitigem Stand nicht.

Die britischen Konservativen und die Labour-Partei hatten noch in der Nacht zum Pfingstsonntag angekündigt, ihren Wahlkampf auf nationaler Ebene zunächst für einen Tag zu unterbrechen. Am Donnerstag soll in Großbritannien vorgezogen das Unterhaus neugewählt werden.

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