Treibsel-Beseitigung

Hinterlassenschaften von der Sturmtiefs „Barbara“ und „Axel“ 2016/2017 Foto:Michael Kühl

Glückstadt (mk) Jahr für Jahr hinterlassen Sturmfluten alljährlich große Mengen an Treibsel (Treibgut) an der Unterelbe und an der Nordseeküste. In der Regel besteht das Treibgut zu 90 bis 99 Prozent aus Planzenmaterial. Der Rest ist meistens „Zivilisationsmüll. Das Treibsel lagert sich in den Vordeichsländereien oder direkt auf den Deichen ab. Hier ist die Entfernung des Treibsels wegen der Deichsicherheit unbedingt erforderlich, da unter den vergehenden Pflanzenresten die Grasnarbe abstirbt. Das Beseitigen ist mit hohen Kosten verbunden.

In der Regel besteht das Treibgut zu 90 bis 99 Prozent aus Planzenmaterial. Der Rest ist meistens „Zivilisationsmüll. Foto:Michael Kühl

Laut einer kleinen Anfrage im Jahre 2015 des  Landtagsabgeordneten Dr. Trutz Graf Kerssenbrock (CDU) ist bekannt, dass im Bereich der Unterelbe von Wedel bis Brunsbüttel jährlich durchschnittlich rd. 48.000 m3 Treibsel anfallen. Diese Treibselmengen werden mit hohem Transportaufwand zum Zwischenlagerplatz am Pinnausperrwerk verbracht und in den Sommer- und Herbstmonaten auf Obstanbauflächen landwirtschaftlicher Betriebe in der Haseldorfer Marsch verwertet. Die Kosten zur Beseitigung der Treibselmengen belaufen sich belaufen sich für einen Kubikmeter Treibsel auf rund 17,50 €.

Nach Deichrecht zählt die Unterhaltung der Deiche zu den originären
Aufgaben der Deichverbände. Damit gehört die Beseitigung des an den Deichen anfallenden Treibsels zu den Aufgaben, die von den Deichverbänden aus dem Beitragsaufkommen zu finanzieren sind. Das Land unterstützt die Deichverbände im Rahmen seiner Möglichkeiten durch die Finanzierung von Treibselräumwegen und im Einzelfall durch Zuweisungen
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