Unterkünfte von Amris Kontaktpersonen durchsucht

Karlsruhe/Berlin (mk) Beamte der Bundespolizei haben heute im Auftrag der Bundesanwaltschaft auf Beschluss des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofs in Berlin in einem Flüchtlingsheim die Unterkunft einer Kontaktperson des verstorbenen Beschuldigten Anis Amri durchsucht.

Bei der vermutlichen Kontaktpersonen soll es sich um einen 26 jährigen tunesischen Staatsangehörigen handeln, der laut Ermittlungerkenntnissen seit Ende 2015 in Kontakt gestanden haben soll. Wie die Bundesanwaltschaft mitteilt, soll es auch Kontakte in zeitlicher Nähe zum Anschlag gegeben haben.Es besteht daher der Verdacht, dass der Beschuldigte von den Anschlagsplänen wusste und möglicherweise Anis Amri geholfen hat.

Darüber hinaus wurde aufgrund eines Beschlusses des Ermittlungsrichters des Bundesgerichtshofes eine Wohnung in Berlin durchsucht. Dort soll sich ein früherer Mitbewohner des Anis Amri aufgehalten haben. Nach den bisherigen Erkenntnissen hatte der Zeuge möglicherweise ebenfalls in zeitlicher Nähe zum Anschlag Kontakt zu Anis Amri. Die Durchsuchung dient dazu, weitere Erkenntnisse über das Vor- und Nachtatverhalten von Anis Amri zu gewinnen.

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